Sonntag, 4. Juni 2017

Tag 14: Runterkommen in Narita

Hallo Zusammen,

es ist soweit: Der letzte "richtige" Tag ist für uns in Japan angebrochen.
Dies bedeutete für uns auch: Umzug!
So ging es mit Sack und Pack (aka vier große Koffer, 2x Handgepäck und zwei Rücksacke - natürlich sind alle "Behälter" bis zum Erbrechen gefüllt X'D ) auf nach Narita.

Wir checkten gegen 10.15h in unserem bisherigen "Zuhause"/Hotel in Akabane aus und machten uns dann auf den Weg. Zuerst gingen bzw. schlichen wir zur Akabane Station, steuerten aus Gewohnheit den "falschen" Eingang an der über keinen Aufzug verfügte, wanderten dann zum "South Gate" um dort eine JR-Line bis Ueno zu nehmen. Erfreulicherweise waren weniger Leute unterwegs als wir zuerst befürchteten was die Reise einfacher machte. An Ueno Station mussten wir dann etwas laufen und zur "Ueno Keisei Station" laufen. Gut, das wir nur gefühlte 10 Minuten gewartet haben um einen aufzug zu nutzen. Warum gibt es an der JR Ueno Station nur einen Aufzug pro Plattform?! D: Aber naja, wir hatten ja Zeit. Check-In im Hotel in Narita ist sowieso erst gegen 14h möglich. Nach einigen ächzen und stöhnen und gefühlten Pre-Muskelkater im Arm vom Koffer ziehen erreichten wir dann die KeiSei Station und konnten nun erst einmal gut 70 Minuten sitzen und nach Narita (City) fahren.

ganz schön viel Krempel schleppen wir da mit uns rum
Auf die Minute pünktlich erreichten wir dann Narita und wagten uns bereits eine Stunde früher einchecken zu wollen. Das klappte auch. Ohne Aufpreis. Ohne Kommentar. So wie beim letzten Mal (2015 mit Mochi). Sehr geil!
Also gingen wir kurz auf unser Zimmer, verstauten unsere Koffer, gönnten uns noch einen schnellen Mittagssnack im Family Mart und schon ging es auf Richtung "Narita-san".
Der Weg dahin ist schon eine Augenweide UND ES IST SO RUHIG! Ganz anders als im hektischen Tokio. Keine laute Musik, keine schreienden Leute. Das kam uns heute besonders recht!



auf der Straße zum Narita-san konnte man alle 12 Chin. Zeichen bestaunen. Sehr hübsch!



 Nach ca. 10-15 Minuten erreichten wir dann die Tempelanlage. Es erwarteten uns u. a. steile Treppenaufstiege:



Diese lohnten sich aber definitiv:





Oh! Das linke Gebäude stand bei meinen letzten Besuch noch nicht hier Ö_Ö
 Der Ausblick ist einfach nur wunderschön und beruhigend:


Erinnerungsfoto am Narita-San


einfach toll!
 Nachdem wir uns vom Narita-San loslösen konnten, wollten wir noch den "Wasserfall" finden. Bei meinen letzten Besuch hatte ich den nicht mehr erreicht, da die Anlage bereits schloss. Aber diesmal...


Skullina kletterte sogar ganz nach vorne

..ich hab das mal lieber gelassen... XD
 Den Wasserfall erblickt und die Atmosphäre genoßen, beschlossen wir den Rückweg anzutreten und noch etwas Abendessen einzukaufen. Morgen geht es sehr früh raus für uns (gegen 6h), da wir um 7h den Bus-Shuttle-Service des Hotels in Anspruch nehmen zum Flughafen Narita.  Irgendwie waren wir beide heute aber auch etwas angeschlagen, mal war mir übel, dann Skullina und später hatte Skullina sogar noch Nasenbluten! Ö__Ö Also blieben wir beim Plan und versuchen nun noch unsere "Batterien" für die Rückreise morgen aufzuladen.

Ausblick aus dem Hotel. Das Fenster hier lässt sich sogar fast ganz öffnen. Wow.

Vielen Dank das ihr unsere Reise hier mitverfolgt habt. Wir haben die Zeit hier wirklich sehr genoßen, freuen uns aber nun auch sehr auf Zuhause! :-)
Bis dann! ^__^




Samstag, 3. Juni 2017

Tag 13: Last Raubzug bzw. Abschiednehmen von Harajuku/Shibuya

Konban wa, meine lieben. Hier ist es 7:41 PM und wir waren schon recht früh wieder im Hotel, denn heute wollten wir es langsam angehen lassen.

Aber von vorne;

Heute ist der "Internationale Lolita Tag", Usai wollte heute auf jedenfall einer ihrer frisch ergatterten Lolita kleider tragen und ich entschloß mich ebenfalls spontan dazu ein Lolita Kleid zu tragen dass ich mir einige Tage zuvor kaufte.

Also brezelten wir uns erst mal gehörig auf und machten einen Abstecher zum hiesigen Bahnhof.

Am ersten Tag unserer Reise besuchten wir Shibuya, also wollten wir uns heute auch gebührend von dieser schönen Stadt verabschieden.

Usai und ich wurden leider kurzzeitig getrennt, da Usai etwas vorschnell in den Zug gestiegen ist und die Türen nicht mehr aufgingen D:

Ich bin dann in den 2 Zug gestiegen der nach Shibuya fuhr, der Zug indem meine Schwester zuvor eingestiegen ist fuhr nämlich nicht nach Shibuya wie sie dann feststellte - sie stieg aus und wartete auf den Zug in dem ich Mutterseelen allein auf sie wartete XDXDXD Glücklich wieder vereint!


Usai hat ausversehen einen Kurzzug erwischt..ok, ich wäre auch eingestiegen wenn ich nicht getrödelt hätte XDXD

In Shibuya herrschte, für einen Sonnigen Samstag, verhältnismäßig wenig Trubel. Noch. Wir gingen ins Shibuya 109, ein 8-stöckiges Kaufhaus, weil ich für die Abreise noch eine große Reisetasche benötige (ich habe in Japan zu viel gekauft und großen Platzmangel !!)

Im Shibuya 109 wurde ich dann auch fündig, naja, eigentlich Usai eher :) Sie hat eine große Faltbare Cinnamoroll Reisetasche entdeckt - und auch noch mir geschenkt!!!! Beste Sis ever ! Ich war/bin so happy darüber, man kann die Tasche sogar oben am Koffer befestigen..jetzt steht der Abreise nichts mehr im Wege!

Hier seht ihr noch Fotos von unseren Lolita Outfits direkt neben den Sanrio Store, indem die Reisetasche entdeckt wurde;

Usai im "Mermaid"-Theme Dress..

und ich halt, etwas ungewohnt^^


Dann ging es weiter durch Shibuya, besser gesagt, durch die Takeshita Dori;

Im Yoyogi Park war irgendeine Veranstaltung, aber uns war zu warm zum gaffen...

Der Eingang zum Highway to Hell äh Fashion.

Auf der Takeshita Dori war es dann doch schon etwas voller. Vorher bat uns noch ein junger Herr aus Iowa um ein Erinnerungsfoto - er fand wir waren ein süßes Duo :D

Viel haben wir nicht gestöbert, weil wir einfach keinen Platz mehr haben für neuanschaffungen...da es heute dann auch noch unerwartet heiß war (danke das du uns wieder im Stich gelassen hast, Wetterdienst!) wollten wir in einem Cafe chillen..leider gestaltet sich das in Harajuku nicht so leicht

Auf der suche nach einen brauchbaren Cafe...

Entweder stehen die Menschen Schlange, bis draussen vor die Türe(!!), oder man braucht eine Reservierung, oder der Preis war utopisch oder oder oder...

Erschöpft...

..und durstig

Schließlich, nach langem gelatsche zum leidwesen von Usai (ihre Schuhe machten das laufen zur Qual) fanden wir ein schönes Lokal das frische gesunde Speisen anbat (u.a Smoothies usw).

Ich orderte einen Quinoa-Wurzelgemüse Salat und Usai ein Matcha (Grüntee) Eis.

Im Lokal war es schön kühl und freies WiFi gabs dort auch, was will man mehr? Die Preisleistung war auch angemessen.

Wir haben uns ausgiebig ausgeruht und die Zeit ein bisschen Revue passieren lassen.
Morgen reisen wir nach Narita, in ein anderes Hotel, das wird unsere letzte Nacht in Japan werden. Mit diesem Wissen im Hinterkopf wollten wir den heutigen Tag einfach nur genießen.

Wasserschildkröten vor einem Geschäft in Shibuya :D

Usai und Cony vor dem LINE Geschäft.

Auf dem Weg zum Bahnhof von Harajuku; jetzt war die Takeshita Dori schon wieder voll von Menschenmassen!! Noch ein grund mehr die Heimreise anzutreten.

Als wir wieder in Akabane waren, fotografierte uns noch ein Fotograf aus Shinjuku - Nice! Wir landen jetzt in irgendeinem Schaufenster Shinjukus :D 
Hoffentlich ist das keine Ausstellung die dokumentiert wie sich der krankhafte konsum auf junge Gaijins auswirkt XD

Den rest des Tages werden wir im Hotelzimmer verbringen, unsere Sachen packen und unterhaltsames Japanisches Fernsehprogramm genießen!!! 

Bis morgen, ich bin gespannt wie das Hotel in Narita ist! Genki de, yo!










Freitag, 2. Juni 2017

Tag 12: In YOKOHAMA!

Hallo Zusammen,

heute haben wir mal wieder ein wenig umdisponiert und sind nach Yokohama gefahren.
Von Akabane fährt die Keihin-Tohoku-Line direkt bis Yokohama Station bzw. Sakuragicho Station. Unser erstes Ziel war nämlich das Landmark Plaza, ein schickes einkaufszentrum welches u. a. das "Pokemon Center" und einen "Shonen Jump" Store beherbergt.
Auf den Weg zum Plaza, unterhielten wir uns mit diesen Leuten (und streichelten die süßen Hundis):



Hier wurde auf eine Organisation aufmerksam gemacht die Therapiehunde ausbildet und so kranken Menschen hilft. Eine tolle Sache finden wir! :-)


Nachdem wir diesmal wirklich nur Kleinigkeiten im Pokemon Center  eingekauft hatten, ging es zum "CosmoWorld". CosmoWorld ist ein ganzjähriger Vergnügenspark.




Highlight des Parks ist das "CosmoClock 21" Riesenrad mit einer Höhe von 112,5m. Es ist damit das wohl größte Riesenrad der Welt in Form einer Uhr! Wow, das wussten wir nicht als wir uns heute mittag dazu entschlossen eine Runde zu drehen - und dabei habe ich eigentlich ein bisschen Höhenangst:



Der Berg da ganz hinten, das ist der Mt. Fuji!
video


Aber es war einfach voll toll und die Aussicht einfach super! Es war zwar etwas windig (und dadurch wacklig) aber das hat unserer Begeisterung keinen Abbruch getan. Wir konnten sogar die Umrisse des Mount Fuji erkennen!

Wieder auf den Boden der Tatsachen angekommen, versuchten wir uns nun daran das Reptilien Café zu finden. Während meiner letzten Reise mit Mochi hatte ich das Café bereits besucht und Skullina, als Reptilien-Fan, wollte unbedingt auch hin. Also los ging es. Zielsicher und Selbstbewusst steuerten wir nach Entzifferung einer Karte unser Ziel an. Wir liefen und liefen. Einfach nur die Hauptstraße runter. Bis wir dann an einer U-Bahn Station waren wie wir so gar nicht auf den Schirm hatten. AAAH! Wir sind genau in die falsche Richtung gelaufen! p___q

Wir entschlossen uns, anstatt wie geplant komplett zu Fuß, dem Café nun mithilfe der U-Bahn näherzukommen. Nachdem Skullina den Ticketautomaten kurzzeitig geschrottet hatte und wir den leicht hektischen aber sehr netten U-Bahn Wächter endlich verstanden was er von uns wollte (er wollte wissen wieviel Geld wir schon eingeworfen hatten, diese Angabe stand aber auch fett auf dem Bildschirm) konnte die Fahrt losgehen und wir waren dem Café etwas näher gekommen.
Karten lesen war heute irgendwie eine ziemlich schwierige Aufgabe für uns und so waren wir, mal wieder, etwas verloren, aber da wir aus unseren Fehlern lernen wollten bzw. eine zweite Verlaufaktion vermeiden wollten, belästigten wir sofort Japaner und fragten kurzerhand nach den Weg. Eine nette Dame begleitete uns ein gutes Stück und ließ uns dann guten Gewissens auf der Einkaufsstraße zurück. Zuerst wollten wir noch kurz in einen "Don Quijote", da Skullina noch eine Handgepäcktasche brauchte.

Der Don Quijote der uns leider heute nicht weiterhelfen konnte

Aber Fehlanzeige. Also ging es zum Café! Treffer gefunden! Bevor wir reingingen gönnten wir uns noch kurz einen Snack. Hierbei wurden wir doch glatt gefragt ob wir nicht heute ein "Date" sein wollen. Ja. Richtig gelesen. Ein Mann mittleren Alters, nett, freundlich, relativ okaye englischkenntnisse.  Er ging an uns vorbei, stockte, drehte sich um, ging zwei Schritte weiter, fasste wohl seinen ganzen Mut zusammen und drehte sich wieder um. Er fragte woher wir sind, Smalltalk blabla, sagte das wir "puritty" sind (Aussprache von "pretty" wenn verjapanisiert). Hielt uns erst für 17, wir korrigierten ihn. Er fragte dann höflich was wir so machen und ob er "uns nicht alles bezahlen kann und wir dann sein date sind". Wir schlugen das Angebot höflich aus und der Herr verabschiedete sich freundlich von uns. Armer einsamer Kerl.
Das ist nicht das erste Mal das uns das während der Reise passiert, aber heute musste es mal kurz festgehalten werden.

So gut, jetzt aber ins Café!
Skullina war überglücklich!!









Das tolle an diesem "Themen Cafe" ist, dass man hier weder Zeitlimit hat noch Eintrittsgeld zahlen muss. Es wird aber erwartet, das mindestens ein Getränk pro Person bestellt wird. Die Getränke kosten zwischen 600-1000 Yen. Es gibt viele Sorten Tee (zudem auch eine ganze Kanne serviert wird!), aber auch Milch/Kakao. Weiter gibt es auch einige Speisen. Wir entschlossen uns die Kekse zu probieren:



Was auch super schön an dem Café ist, sind definitiv die Artworks:



Skullina und auch ich haben uns mit ein paar Souvenirs eingedeckt.

Gestärkt vom Café, wollten wir nun noch den Closetchild erkunden. Closetchild war die Ladenkette, die "Second Hand" Lolita und Gothic Kleidung anbietet. Hier waren wir schon Harajuku, Ikebukuro und Shinjuku immer fündig geworden.
Also, los gehts!
Wir mussten Richtung Yokohama Station zurück. Das sind ca. zwei Stationen. Wir wollten diese zu Fuß angehen. Naja.. die hälfte, bis Sakuragicho haben wir auch mit Bravour geschafft. Danach drehten wir uns nur im Kreis. Subway rauf, Subway runter, Leute gefragt, HILFE!

ein typisches Bild an diesem Tag. Ich versuche aus zuvor gemachten Screenshots von Google Maps schlau zu werden, da wir kein Mobiles Netz haben XD

Letztlich entschlossen wir uns, eine Station zu fahren. Aber die Station musste erst einmal gefunden werden. Wir sprachen eine nette Japanerin an (mit überdurchschnittlich guten Englischkenntnissen - wir waren platt!) die dann erst selber suchen musste und meinte das es hier auch wirklich schlecht ausgeschildert ist und sie brachte uns schließlich wieder auf den goldenen Weg!

Wir also in die JR Line in Richtung Yokohama Station und ab zum Closetchild, just in time, weil der um 20h schließt und wir hatten schon nach 19h.
Wir wurden hier fündig und glücklich und setzen dann unseren wohlverdienten Weg nach "Hause" an.

müde aber glücklich und jetzt ab ins Hotel!

Die Zugfahrt bis Akabane dauert schließlich auch ca. 65 Minuten.
Im Zug war Skullina wieder ein höflicher "Gaijin" und bot einer älteren Dame einen Sitzplatz was diese sichtlich erfreute.

Anmerkung des Tages von Skullina und mir:
Japaner sind da irgendwie.. ignorant. Vor ein paar Tagen z. B. hatte ich in der Hotellobby zuerst gedacht ich hätte mein Zimmerkärtchen verloren. Dieses benötigen wir um auf das Zimmer zu kommen UND um den Aufzug in der Lobby zu bedienen. Sobald wir den Anschein erweckten ein Problem zu haben, schienen sich die 4(!) Mitarbeiter an der Hotelrezeption fast fluchtartig mit irgendwelchen Dingen an zu beschäftigen. Flucht vor einem möglichen Problem XD ! Letztlich fand ich die Zimmerkarte und alles war gut.. aber das ist eine Beobachtung die wir häufiger machen. Augen, Ohren, Mund zu. Leider nicht immer die beste Lösung. Aber vermutlich auch nicht nur ein "Problem" das bei Japanern besteht...